Aktuell

Herzlich willkommen auf der Website von ignorance unlimited, einer aktivistischen Kunstplattform aus der Schweiz. Auf der Startseite sind ein paar unserer Aktionen aufgelistet. Eine Übersicht zu sämtlichen Aktionen gibt es unter dem Menü-Punkt ‘Aktionen’.

Syngenta sieht orange

KVI-Flaggen an eigenen Fahnenmasten

Basel ist weltweit bekannt für das herausragende Angebot an Kunst, Kultur und Messen. Aber nicht nur. Der Kanton beheimatet international tätige Konzerne, welche immer wieder für ihre profitgetriebenen Machenschaften von Gerichten verurteilt werden. Aktivist*innen fordern nun, dass Basel-Stadt und die hier ansässigen Firmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen. Sie hissen vor dem Hauptsitz der Syngenta die KVI-Fahne. Gesetze mögen von Land zu Land unterschiedlich sein –moralische & ethische Grundsätze sind es jedoch nicht.

Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung – das soll mit der Konzernverantwortungs-initiative eingeschränkt werden. Dabei kommt Basel als Heimat von Syngenta und einer Vielzahl international tätiger Konzerne eine spezielle Rolle zu. Die Basler Regierung spricht sich nicht aktiv für die Initiative aus und billigt damit aus Sicht der Aktivist*innen aktiv die Missetaten dieser Konzerne.   

Syngenta beteiligt sich am Abstimmungskampf gegen die Initiative. Syngenta möchte freiwillig keine Verantwortung übernehmen. Deshalb verhalfen ihnen die Aktivist*innen im Rahmen einer Aktion von ‘Ignorance Unlimited’ zu einem Statement. Sie hissten heute Morgen die Fahnen der KVI vor dem Hauptsitz der Syngenta in Basel – zusammen mit einer Flagge auf welcher steht «Syngenta zeigt Flagge – NICHT».

Hinter den Greenwashing-Kampagnen von Syngenta steht kein Streben nach einer besseren Welt, sondern nur die Gier nach Profit. Warum sonst werden Gifte, die in der Schweiz aufgrund ihrer wissenschaftlich bewiesenen toxischen Wirkung auf Mensch und Umwelt verboten sind, bei uns hergestellt und in andere Länder verkauft?

Die Gruppe ‘Ignorance Unlimited’ machte in der Vergangenheit mit Aktionen gegen verschiedene Konzerne auf sich aufmerksam. Unter anderem mit falschen Plakaten gegen die umweltschädlichen Investitionspraktiken der UBS, welche in verschiedenen Städten der Schweiz aufgehängt wurden.

Mit der heutigen Aktion soll auf die die globale Verantwortung der Stadt Basel und die ignorante Haltung der Basler Regierung hingewiesen werden. Die Gruppe fordert, dass der Schutz von Mensch und Umwelt über dem Profitinteresse von Konzernen steht. Aus diesem Grund ruft sie dazu auf, die Initiative zu unterstützen, welche am 29. November zur Abstimmung kommt.

#UBS4climate

Medienmitteilung vom 02. Mai 2019

Ihr habt uns gerettet, jetzt retten wir euer Klima.

Kunstplattform Ignorance Umlimited bekennt sich zu Fake-Kampagne UBS4climate

Mit einer städteübergreifenden Aktion machen Aktivist*innen auf die neue Kampagne UBS4climate aufmerksam. Die Fake-Kampagne geht der Investitionspolitik der UBS einen Schritt voraus und beschleunigt deren Ausstieg aus fossilen Energien. Die Kunstplattform Ignorance Unlimited bekennt sich zur schweizweiten Aktion und fordert die Schweizer Politik dazu auf, jetzt eine Vollbremse zu ziehen und den Schweizer Finanzplatz endlich in die Zange zu nehmen. Nur so wird eine erneuerbare, klimaschonende Zukunft möglich sein.

Bern, Basel, Genf, Nyon, Lausanne, St. Gallen, Wädenswil, Winterthur, Zürich, 02. Mai 2019. Rund hundert Personen verteilten in der Nacht vom 01. bis 02. Mai in einer städteübergreifenden Kunstaktion Plakate der neuen Kampagne «UBS4climate». Die von der Kunstplattform «Ignorance Unlimited» koordinierte Fake-Kampagne nimmt die katastrophale Investitionspolitik der Grossbank UBS ins Visier und macht mit einem utopischen Ausblick auf deren Ausstieg aus fossilen Energien (100% klimaneutral) aufmerksam. «In Anbetracht der Klimakatastrophe gehen wir der Investitionspolitik der UBS einen Schritt voraus», sagt die beteiligte Aktivistin Emma (20). Ein Schritt, der auch von Aktionärinnen und Aktionären der UBS begrüsst wird:

Finanzplatz als wichtigster Hebel der Schweiz

«Mit unserer Aktion wollen wir den Fokus auf das wirklich Relevante setzen und beim Finanzplatz als wichtigster Hebel der Schweiz ansetzen», sagt der Aktivist Michael (18). Mit Investitionen in Fracking, Teersand, Pipelines, Braunkohle und weiteren fossilen Energieträgern trägt die UBS als bedeutender Player im Schweizer Finanzplatz zu einem globalen Klimawandelszenario von 4 bis 6 Grad Celsius bei.1

Klimanotstand bedeutet, sich mit den Auswirkungen einer UBS zu beschäftigen

Mit ihrer Aktion nehmen die Aktivist*innen auch die Schweizer Politik in die Verantwortung. Während der Bund und die Nationalbank die UBS bei der Bankenrettung 2008 mit Milliarden unterstützten, plätschern Klimaschutzmassnahmen gemächlich dahin. Klimanotstand bedeutet, die Bevölkerung über die Machenschaften von Banken wie einer UBS aufzuklären und die entsprechenden Konsequenzen daraus zu ziehen. Nur mit einer drastischen Vollbremse kann das 1.5 Grad Ziel jetzt noch erreicht werden. «Statt Schuldenkarusselle wie eine UBS zu finanzieren, könnte die Schweizer Politik sich jetzt für eine erneuerbare, klimaschonende und gerechte Zukunft einsetzen und den Schweizer Finanzplatz endgültig in die Zange nehmen», sagt die Aktivistin Angela (50). Ein zukunftsfähiger, klimagerechter Finanzsektor, wie ihn das Pariser Abkommen fordert, steht nicht im Dienst weniger Grossaktionäre, sondern der Gemeinschaft.

Für eine Zukunft!

1 https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/41526.pdf

Nicht in unserem Namen, Basel!

Pressemitteilung – Solidaritätsaktion zum offenen Brief: Nicht in unserem Namen, Basel!

Regierungsräte im ÖV

Guerilla-Aktion entblösst Basler Regierungsrat

Als sich Pendler*innen heute Morgen im Tram die müden Augen rieben und genauer auf die Werbetafeln schauten, staunten sie nicht schlecht. Sie erblickten nicht herkömmliche Werbeslogans über Hundefutter, sondern Aussagen verschiedener Basler Regierungsrät*innen. Die Kunstaktion von Ignorance Unlimited greift das Anliegen der Petition «Nicht in unserem Namen, Basel!» auf. Die Petition soll Mitte Oktober überreicht werden, richtet sich an die Regierung des Kantons Basel-Stadt sowie die Parteien im Grossen Rat und setzt sich für ein solidarisches Basel ein.

Die Nutzer*innen des öffentlichen Verkehrs staunten nicht schlecht, als sie am 24. September morgens ins Tram einstiegen. Auf fingierten Werbeflächen blickten ihnen nicht die herkömmlichen Werbeslogans, sondern Aussagen verschiedener Basler Regierungsräte entgegen. Zwar entsprechen alle Zitate wahren Aussagen ebendieser Regierungsräte, gleichzeitig werden aber auch die Auswirkungen des Handelns der Basler Regierung dargestellt. «Alle haben erkannt, wie wichtig das Geschäft ist. Und alle haben es geschafft etwas für sich herauszuholen», teilt etwa Eva Herzog ignorant mit, während sie als Regierungsrätin die Entwicklung einer Steuervermeidung vorantreibt, welche unprivilegierten Menschen weltweit die Zukunft raubt. Regierungsrat Lukas Engelberger hält fest, dass er die Gesundheit als öffentliches Gut bezeichnet, lässt in seinem Handeln aber paradoxerweise jene 200’000 Menschen ausser Acht, die laut UNO jedes Jahr an den Folgen von Pestiziden sterben. Syngenta produziert rund 20% der global verwendeten Pestizide.

Kunstaktion gegen tödliche Ignoranz

«Eine globalisierte Wirtschaft hat globale Konsequenzen und folglich eine Verantwortung, die nicht an den eigenen Ländergrenzen aufhört. Dies ignorieren die einzelnen Mitglieder des Regierungsrats leider meisterhaft», sagt eine Aktivistin zur Kunstaktion und fügt an: «Mit der Vernachlässigung ihrer Verantwortung, klebt das Blut der vielen Pestizidtoten auch an den Händen des Basler Regierungsrates.»

Anlass für die Kunstaktion ist der offene Brief «Nicht in unserem Namen, Basel», der im Vorfeld des diesjährigen «March against Monsanto & Syngenta» lanciert wurde. Der mittlerweile von über 600 Personen unterzeichnete Brief wird der Basler Regierung Mitte Oktober als Petition überreicht. Unter dem Titel «Nicht in unserem Namen, Basel!» werden die Basler Regierung und die Parteien im Grossen Rat etwa dazu aufgefordert, alle Sponsorings und Public-Private Partnerships mit Syngenta zu beenden. Die Regierung soll bei Demonstrationen nicht mehr schützend vor die Konzerne stehen und einen Reparationsfonds für Opfer von Syngenta-Giften ins Leben rufen. «Wir unterstützen die Petition ‚Nicht in unserem Namen, Basel’, weil sie einen Schritt in die richtige Richtung ist. Mit solchen Mitteln wird der Druck auf die Basler Regierung erhöht, ihre Verantwortung für die Rolle der Basler Konzerne in der Welt wahrzunehmen», stellt ein Aktivist klar. «In diesem Sinne hoffen wir sehr, dass die Petitionslancierenden unsere Kunstaktion auch ohne Absprache begrüssen.»

Hinter der Kunstaktion steht die Plattform Ignorance Unlimited, unter deren Namen sich unterschiedliche Aktionsgruppen vereinen, welche die Ignoranz der Stadt Basel anprangern wollen. Diese Aktion steht in keinem Zusammenhang mit früheren Geschehnissen rund um Ignorance Unlimited.

Let’s talk about ignorance!

Der Marktplatz wurde heute zum Schauplatz einer spektakulären Aktion. Kurz vor Beginn der Grossratssitzung wurde ein zehn auf sieben Meter grosses Banner mit dem Slogan «Let’s talk about ignorance» aufgehängt. Dass auch Syngenta, Novartis und Roche nicht verschont blieben, zeigen die eindrucksvollen Bilder im Anhang.

In Basel ansässige multinationale Unternehmen wie Syngenta, Novartis und Roche sind verantwortlich für unzählige Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen.1 Als gern gesehene Steuerzahler prägen sie unseren hiesigen Alltag massgeblich mit. Ein Alltag, der somit zu einem grossen Teil auf Ausbeutung, Zerstörung und Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umwelt und Menschen in anderen Teilen der Welt beruht.

Der Basler Regierung war das bis anhin egal. So appellierte etwa der ehemalige Regierungspräsident Guy Morin während eines Podiumsgesprächs mit Syngenta im Mai 2015 an die «Toleranz» gegenüber der Chemie und erklärte, dass Basler*innen eben auch mit den Schattenseiten der Chemiekonzerne leben müssten.2
Doch die städtische Politik scheint sich nicht nur das Motto «Ignorance Unlimited» auf die Stirn geschrieben zu haben, sondern unterstützt die hier angesiedelten Multis auch noch aktiv beim Greenwashing ihres Images. So durfte etwa Syngenta die Stadt Basel an der letzten Expo vertreten oder auch die App «Basler StadtNatour»3 ideell und finanziell unterstützen.

Ende September wurden aus diesen Gründen 60 Plakate in der Basler Innenstadt aufgehängt. Sie stellten die Basler Regierung und die hier ansässigen Unternehmen Syngenta, Novartis und Roche an den Pranger. Denn auf den Plakaten wurde das Motto «Culture Unlimited» von Basel Tourismus zu «Ignorance Unlimited» umgewandelt und über beliebte Sightseeing-Bilder von Basel Slogans wie «Wir schauen am besten weg» und «Wohlstand dank globaler Zerstörung» geschrieben.

Obwohl wir nicht verantwortlich sind für diese Plakate, so nehmen wir sie doch zum Anlass für unsere heutige Aktion. Für uns ist klar: Hohe Steuereinnahmen entschuldigen keine Verbrechen. Ausbeuterische Machenschaften von hier ansässigen Unternehmen müssen thematisiert und kritisiert werden. Denn es geht dabei um die grundlegende Frage: Sind wir Teil eines unsolidarischen und ausbeuterischen Weltwirtschaftssystems oder setzen wir uns für ein menschenwürdiges und ökologisch nachhaltiges System ein?

Ob der Grosse Rat sich diesen Themen stellen will und den «Anzug betreffend Haltung gegenüber Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen durch multinationale Konzerne mit Basler Hauptsitz»4 an den Regierungsrat überweist, wird sich heute zeigen. Eine Annahme wäre zumindest ein Anfang.

Let’s talk about ignorance.

Ignorance-unlimited@immerda.ch
ignorance-unlimited.info

1) Ein (unvollständiger) Einblick in die Untaten der in Basel angesiedelten Konzerne Novartis, Syngenta und Roche ist auf dieser Website wzu finden.
2) Vgl.: Schwarzbuch Syngenta
3) http://www.stadtgaertnerei.bs.ch/stadtgruen/freizeit-spiel-bewegung/basler-stadtnatour.html
4) http://www.grosserrat.bs.ch/dokumente/100386/000000386378.pdf